Mariechen, Tänze und „geiler Prellbock“

29. Januar 2019 0 Von Felix Stausberg

Mit dem traditionellen „Bunten Abend“ startete der MGV Eintracht Morsbach ins neue Jahr. Nachdem die Sänger mit einem Liedvortrag den Abend eröffnet hatten, begrüßte der 1. Vorsitzende Daniel Schneider die Gäste. Zu Beginn der kurzweiligen Veranstaltung hatte er die ehrenvolle Aufgabe, langjährige aktive Chormitglieder des Chores zu ehren.
Für 25 Jahre aktives Singen Torsten Mähnert, für 65 Jahre die drei „Siefer Jongen“, Friedrich Greb, Hans Schneider, Walter Zimmermann und für 50 Jahre Vorstandsarbeit den Ehrenvorsitzenden des Vereins, Manfred Hammer.


Torsten Mähnert, Friederich Greb, Hans Schneider, Manfred Hammer, Walter Zimmermann, 1. Vors. Daniel Schneider (v.l.)

Nun übernahm Conférencier Frank Rinscheid das Mikrophon. Mit humorvollen und witzigen Sprüchen führte er gekonnt durch das karnevalistische Programm, welches mit den hervorragenden Tänzen der Kindergarde begann. Schon mit den ersten Tanzschritten hatten die kleinsten der KG Morsbach die Herzen des Publikums erobert.
Nun folgte der erste Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums, der Zergenauftritt, ein Gemeinschaftsauftritt von Eintracht und Cantabile Morsbach. Aus einem Vorhang schauten nur die Köpfe und die Arme, die aber als Beine mit Schuhen an den Händen dienten, von drei Sängern hervor. Sie wirkten wie geschrumpfte Eintrachtsänger. Hinter dem Vorhang befanden sich drei Sängerinnen des Frauenchors Cantabile, von denen nur die Arme durch den Vorhang ragten. Unkontrolliert bewegten die Akteure Arme und „Beine“ zu flotten Stimmungsliedern, so dass Kappen und Toupets ihren Halt verloren. Was wäre der „Bunte Abend“ ohne Miniwolpertinger und Wolpertinger. Beide Formationen feierten die Premiere ihrer neuen Tänze „Pyjama Party Dance“ und „Revolution of Dance“. Das Publikum bedankte sich bei beiden Formationen mit einem tosenden Applaus.

„Kauert“, alias Karl-Josef Reifenrath, der sein niedliches Haustier – ein Krokodil – Namens Daphne suchte, hatte schon auf dem Weg zur Bühne die Lacher auf seiner Seite. Er
berichtete über sein nicht immer gut verlaufendes Eheleben und hatte nur eine Bitte, dass irgendwann mal auf seinem Grabstein die Aufschrift „Hier ruht Karl-Josef – jetzt in Frieden“ stehen solle. Außer seiner sehr sportlichen Betätigung, dem Puzzeln, nimmt er noch an einem Tanzkurs teil. Hier lernt er den Funkemariechentanz. Nach einem Striptease, stand er strahlend in einem blau-weißen Funkemariechen Kostüm auf der Bühne.
Acht Frauen von den älteren Sängern, die als Überraschungsauftritt angekündigt wurden, zogen bekleidet mit Nachthemden in einer Polonaise auf die Bühne. In einer Reihe sitzend,
wurde unter den Befehlen einer Krankenschwester, der Ablauf des abendliche Toiletten-
gangs vorgeführt. Hierfür ernteten sie vom Publikum einen großen Applaus.
Wie in den vergangen Jahren, war der Auftritt der „Sängerjugend“ ein Höhepunkt des Abends. Mit „Flurschütz TV“ hielten sie mit Videovorführungen und Gesang Rückschau auf
ein einsatzreiches Jahr 2018 der Freiwilligen Feuerwehr Morsbach, die fast ohne Pause im ständigen Einsatz war. Auch für den alten Bahnhof präsentierten sie einzigartige Verwendungszwecke. So dachte man an einen Fitnesstreff oder an eine Mautstelle für die geplante Umgehungsstraße. Am besten kam allerdings die Idee der Eröffnung eines
Glückshauses unter dem Namen „Geiler Prellbock“ beim Publikum an. Rockige Lieder von der Band „Bel Kantholz“ durften natürlich nicht fehlen. Mit ihrem Spitzenauftritt brachten sie den Saal auf den Siedepunkt.
Bevor „Erwin“ Kevin Schneider, der den Abend musikalisch gestaltete, zum Tanz aufspielte, hielt die KG Morsbach mit ihren Garden und dem ersten Prinzenpaar der „Republik“, Prinz
Michael I. mit seiner Prinzessin Verena I., Einzug. Wer bis dahin glaubte, die Vorträge des Abends seien nicht zu toppen, hatte sich getäuscht. Die Funkengarde der KG Mosbach setzte mit den dargebotenen Tänzen noch einen drauf – einfach Spitze. Einen besseren Abschluss hätte es für den gelungen Abend nicht geben können.